Thema

LÖRRACH KANN KLIMA

40 Jahre nach der ersten weltweiten Klimakonferenz in Genf gehen Schülerinnen und Schüler auf die Straße, die globale Erderwärmung steigt messbar schneller und Lörrach will bis 2050 eine klimaneutrale Stadt werden. Das Zukunftsforum Lörrach+ geht mit dem neuen Jahresthema LÖRRACH KANN KLIMA und konzeptionellen Anpassungen am Format in sein drittes Jahr. Nach Überzeugung der Kooperationspartner Schöpflin Stiftung und fairNETZt sowie des beteiligten Beirats ist das Thema „Klima“ hoch aktuell, gesellschaftlich relevant und bietet die Möglichkeit der lokalen Einflussnahme von Wirtschaft, Verwaltung und Bürgern.

  • Was kann ich im Alltag für den Klimaschutz tun?
  • Wie kann die lokale Wirtschaft Emissionen senken und gleichzeitig Kosten sparen?
  • Wie sieht klimafreundlicher Konsum aus?
  • Welche Initiativen braucht es für den Klimaschutz?
  • Wie können wir dabei voneinander durch Kollaboration profitieren?
  • Wie sieht eine klimafreundliche Mobilität lokal aus?

Mit diesen und weiteren Fragen wird sich das Zukunftsforum im Jahr 2019 befassen. Angesprochen sind dabei neben engagierten Bürgerinnen und Bürgern explizit auch Unternehmen und Organisationen aller Interessensfelder wie Bildung, Soziales oder Wohnen sowie natürlich die Stadtverwaltung.


Erste Statements aus Projektteam und Beirat zum Jahresthema:

Lukas Harlan aus dem Projektteam: „Seit 2010 hat Lörrach bereits dreimal den European Energy Award Gold erhalten. Daran und an die aktuellen Debatten und Jugendbewegungen zum Klima wollen wir mit dem Zukunftsforum anknüpfen“.


Lutz Knakrügge, vertritt die Bürgerschaft im Beirat: „Das Jahresthema auf den Klimaschutz auszurichten finde ich richtig, weil

  • Alle in Lörrach+ dann einen Anlass haben, sich aktiv um „Auswirkungen unseres Handelns“ auf das Klima zu kümmern,
  • jede/r seine/ihre Sinne schärfen und dies in einem Projekt unter Beweis stellen kann.
Mit „Lörrach kann Klima“ erkennt man meines Erachtens gut, dass drei Finger auf sich zeigen, wenn man auf jemanden zeigt. Ihr müsst was tun … ist zwar auch richtig, aber „ich kann etwas dazu beitragen“ eben auch: „Ich kann Klima“
 
Um klimafreundlich handeln zu können, muss man sich auch in der Produktionskette besser auskennen – deswegen wären auch „Auswirkungen unseres Handels“ zu betrachten. Ich hoffe, dass wir mit diesem Thema auch das in Lörrach+ ansässige Gewerbe  erreichen. 37% des lokalen CO2-Ausstoßes kommen aus der Industrie und die zugehörende Anfahrtsmobilität ist hier noch nicht mal enthalten.

Manfred Lutz, vertritt die Bürgerschaft im Beirat: „Was hilft uns bei der Umsetzung einer zukunftsfähigen Verkehrspolitik in Lörrach? Wir sollten Möglichkeiten ausloten und umsetzen, durch die wir als Bürgerinnen und Bürger in den Bereichen Verkehr und Mobilität in Lörrach zum Schutz des Klimas beitragen können.“


Kornelia Schiller, Beirätin zum Bereich regionale Vernetzung: „Der Klimawandel geht alle Generationen an – davor dürfen und können wir die Augen nicht verschließen. Es muss uns allen bewusst sein, dass wir nur diese eine Erde haben auf der wir gegenwärtig leben. Jeder kann einen Beitrag leisten – und sei er noch so klein – in der Summe wird daraus ein großer Beitrag.“


Dr. Astrid, Deek, Beirätin zum Bereich Umweltschutz: „Mittlerweile sind die Auswirkungen des Klimawandels auch in Lörrach angekommen: Die zunehmenden Hitzewellen und Unwetter sind kein Zufall. In anderen Teilen der Welt sind die Auswirkungen heftiger, sogar lebensbedrohlich. Und gleichzeitig kommt jetzt der Protest, gemischt mit Wut über die politisch Verantwortlichen, Kreativität und Spaß an gemeinsamen Lösungen. Hier lohnt es sich lokal anzufangen, mitzumachen. Es gilt, die Palette der Möglichkeiten anzugehen, kleine und große Veränderungen im Konsum, der Mobilität und auch beim Umgang mit der Natur vor Ort anzukurbeln. Naturschutz – der Erhalt natürlicher und naturnaher Lebensräume – ist auch direkter Klimaschutz. Bekannt ist, dass Wälder Klimagase binden oder ökologische Landnutzungsformen weniger energieaufwendig sind. Aber auch einzelne Bäume im Garten vor der Haustür oder Pflanzen auf dem Balkon wirken lokal auf das Mikroklima. Kurz: In der Summe kann jedes kleine Projekt Klimaschutz.“


Klaus Nack, vertritt die Bürgerschaft im Beirat: „Warum ist es wichtig, dass „Lörrach Klima kann“? Welche Wege und Chancen bieten sich uns?

Das Klima ist eine der Voraussetzungen für Leben auf unserem Planeten. Offenbar befindet sich dieses im Wandel was uns vor die Aufgabe stellt, die aktuellen Erdenbürger und künftige Generationen auf die sich verändernden Bedingungen vorzubereiten. Also müssen Eltern, Kindergärten und Schulen heute damit beginnen, Ursachen, Wirkungen und den Einfluss der Menschen auf die Klimaveränderung zu verstehen.  „Think global, act local“ gilt auch für Lörrach und Umgebung:  Verantwortungsvolles Handeln im Hinblick auf Konsum und Mobilität ist machbar!“


Unsere Termine im diesjährigen Prozess finden Sie hier